Chirurgisches Institut - Berlin  
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Vorwort zur Vorsorge- und Untersuchungsalternative Virtuelle Koloskopie



Hier können Sie sich das Patienteninformations- und Aufklärungsblatt zur Virtuellen Koloskopie im PDF-Format downloaden:

Patienteninfo Virtuelle Koloskopie

Die Virtuelle Darmspiegelung wird nunmehr seit über 8 Jahren im Chirurgischen Institut ambulant in Berlin durchgeführt. Über 5000 Patienten wurden ohne eine untersuchungsbedingte Komplikation bisher untersucht.
Die Virtuelle Darmspiegelung eignet sich grundsätzlich für alle Patienten zur Untersuchung des Dickdarmes bei Beschwerden oder zur sinnvollen Vorsorge. Die diagnostische Sicherheit liegt bei über 90 Prozent. Sie erkennt sicher die häufigsten Veränderungen im Dickdarm, die zu Darmkrebs führen können.
Die Untersuchung selbst ist ohne Risiko und erfolgt mit höchster Expertise und langjähriger Erfahrung. Durch Anwendung der so genannten low dose Technik am CT liegt die Strahlendosis mit ca. 0,8 -1,6 mSv. im vernachlässigbaren Bereich für den Erwachsenen. Dies entspricht ca. der Hälfte der natürlichen jährlichen Umgebungsstrahlung in Deutschland, die bei 2,4 mSv liegt. Durch Kontrolluntersuchungen nach 5 Jahren ist die Nachhaltigkeit gewährleistet.
Bei Bedarf kann auch die herkömmliche Darmspiegelung sofort im Anschluss durchgeführt werden.

Für wen kommt die Virtuelle Darmspiegelung in Frage?
  • Für alle Patienten, die eine herkömmliche Darmspiegelung ablehnen und so nicht an einer sinnvollen Vorsorge teilnehmen
  • Für Patienten, bei denen die Darmspiegelung nicht möglich ist oder abgebrochen wurde
  • Für Patienten mit besonderen Risiken nach Verwachsungen, Divertikeln und Entzündungen
  • Für Patienten bei Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten oder nach einem Herzinfarkt
  • Für ältere Patienten ab 70 Jahren, bei denen das Risiko/Nutzen Verhältnis für die normale Darmspiegelung nicht mehr gegeben ist

Für die Virtuelle Darmspiegelung im Chirurgischen Institut ist keine Überweisung erforderlich.
Die Kosten werden von den privaten Kassen und der Beihilfe üblicherweise übernommen. Gesetzlich Versicherte kommen nach Anfrage bei ihrer Kasse oder als Selbstzahler.

Virtuelle Darmspiegelung
als schonendes und berührungsarmes Untersuchungsverfahren

Bei der Virtuellen Darmspiegelung werden durch Berechnung an einem ultraschnellen Mehrschicht- Computertomographen Bilddaten in dreidimensionalen Ansichten erzeugt, die den Bildern aus einem optischen Endoskop sehr ähnlich sind. Mit der so möglichen virtuellen Fahrt durch den Darm werden alle Blickwinkel und Blickrichtungen möglich, die bei der herkömmlichen Darmspiegelung so nicht möglich sind (z.B. hinter die Darmfalten).

In nur 2 x 20 Sekunden werden alle Daten in der "Computerscheibe" vom Patienten aufgenommen und dann unabhängig vom Patienten am Computer weiterverarbeitet und vom Arzt sofort befundet. Der Dickdarm wird vollständig abgebildet, ohne dass ein Endoskop (Schlauch) eingeführt werden muss, selbst bei Divertikeln, Engstellen oder Verwachsungen.
Die Virtuelle Darmspiegelung ist damit berührungslos und schmerzfrei. Schmerz- oder Beruhigungsmittel werden nicht benötigt. Es besteht kein Infektionsrisiko.

In zahlreichen Studien konnte mittlerweile die hohe Trefferquote bei der Suche nach Polypen und kleinen Darmtumoren nachgewiesen werden (ab ca. 3 mm Größe). Die Virtuelle Koloskopie stellt somit eine sinnvolle Ergänzung in der Diagnostik und Prävention von Darmtumoren dar. Insbesondere kann erwartet werden, dass die bisher schlechte Akzeptanz der Vorsorgeuntersuchungen mit nur 3% deutlich erhöht wird und damit mehr als die bisherigen 10% der Darmkrebserkrankungen in Deutschland im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen entdeckt werden.

Konventionelle oder Virtuelle Darmspiegelung
Bei über 300.000 durchgeführten Darmspiegelungen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen fanden sich bei 14% der Untersuchten ein oder mehrere behandlungspflichtige Polypen und bei 0,7% ein Darmtumor.

Bei über 80% dieser untersuchten Fälle hätte die schmerzfreie und mit weniger Belastung für den Patienten verbundene Virtuelle Darmspiegelung zur Abklärung ausgereicht, da keine behandlungspflichtigen Veränderungen gefunden wurden. Die vorgeschaltete Virtuelle Darmspiegelung könnte somit gezielt nur die Patienten der konventionellen Darmspiegelung zuführen, bei denen die Behandlung und Entfernung der gefundenen krankhaften Veränderungen notwendig ist (Berliner Modell der Darmkrebsvorsorge).

Die virtuelle Darmspiegelung im Überblick:
  • die Untersuchung ist berührungsarm und schmerzfrei
  • es werden weder Kontrast- noch Beruhigungsmittel benötigt
  • es besteht kein Infektonsrisiko
  • der Dickdarm kann während der Untersuchung nicht verletzt werden
  • es ist keine Narkose notwendig
  • die Strahlenbelastung für den Patienten ist sehr gering - die Untersuchung wird in sogenannter low dose Technik durchgeführt

Da die Darmvorbereitung für beide Untersuchungsverfahren die Gleiche ist, werden bei uns beide Verfahren angeboten, um nochmalige Unannehmlichkeiten für den Patienten zu vermeiden. So kann die herkömmliche Darmspiegelung mit dem Endoskop zur Entfernung von Veränderungen direkt im Anschluß erfolgen.








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