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Darmerkrankungen
Darmkrebs - Die Chance der Vorsorge

Nach jüngsten Zahlen erkranken in Deutschland im Jahr ca. 60.000 Menschen neu an Darmkrebs - Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen - und jährlich sterben 25.000 an den Folgen dieser Erkrankung. Darmkrebs kann sich aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen (Wucherungen der Darmwand), entwickeln und wächst langsam. Solche Polypen sind zunächst ungefährlich. Im Verlauf mehrerer Jahre können sich in ihnen jedoch bösartige Krebszellen entwickeln. Im frühen Stadium beschränken sich diese noch auf die Polypen selbst und können leicht abgetragen werden. Erst nach einiger Zeit greift der Krebs auch auf die Darmwand, Lymphknoten und andere benachbarte oder weiter entfernte Organsysteme über.

Im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen gibt es also bei Darmkrebs die große Chance die Erkrankung durch die Vorsorge nahezu zu verhindern oder in einem sehr frühen Stadium zu entdecken.
Die Entdeckung und Entfernung von Polypen kann in mehr als 80 Prozent die Entstehung eines Dickdarmtumors verhindern. Aber auch ein früh erkannter Darmkrebs ist zu 95% heilbar.

Dennoch schrecken viele Patienten vor einer Vorsorge-Untersuchung zurück: Zu aufwändig, und zu unangenehm ist ihnen die Darmspiegelung. So nehmen nur ca. 3% der Berechtigten die Darmkrebsvorsorge in Anspruch. Die Virtuelle Darmspiegelung könnte jedoch in Zukunft eine angenehmere Alternative sein, da sie schmerz- und berührungsarm ist und so eine schonende Vorsorge ermöglicht, für Patienten, die aus besonderen Gründen für eine herkömmliche Darmspiegelung nicht in Frage kommen.

Das Ziel der Darmkrebsvorsorge ist die Senkung der Sterblichkeit durch Darmkrebs.
Dieses Ziel kann durch das frühzeitige Auffinden noch kleiner Tumore oder deren Vorstufen, den Polypen, und deren Entfernung zu fast 100 % erreicht werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, stehen z. Zt. verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in ihrer Treffsicherheit und Genauigkeit jedoch erheblich.
Als verlässliche Methoden, mit denen die o.g. Ziele der Darmkrebsvorsorge erreicht werden können, gelten die Darmspiegelung und die Virtuelle Darmspiegelung. Andere Verfahren z.B. Stuhltests haben eine deutlich geringere Verlässlichkeit und können nur eingeschränkt empfohlen werden.
Entscheidend für alle Untersuchungsverfahren ist jedoch ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Ein noch so gutes Untersuchungsverfahren scheitert bei fehlender Akzeptanz.
Darum ist es sinnvoll auch für die Darmkrebsvorsorge eine Strategie zu entwickeln, um eine möglichst hohe Akzeptanz für die Vorsorge zu erreichen. Dabei kann die Auswahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen, aber zielführenden Untersuchungsverfahren ebenso hilfreich sein, wie die Konzentration dieser Untersuchungen in sog. Vorsorgezentren, in denen die Vorsorge interdisziplinär organisiert ist und den Patienten Zeit und Wege erspart.
Als Beispiel hierfür kann das strategische Vorgehen des Mammografie-Screening dienen. Hier ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine Akzeptanz von über 50 % zu erreichen (Dt. Ärzteblatt, 2008, Heft 17).
Das Chirurgischen Institut stellt den Prototyp eines solchen interdisziplinären Zentrums dar. Es ist Mitglied im "Netzwerk gegen Darmkrebs".




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